Nintendo Switch 2: Ein Hardware-Upgrade mit Licht und Schatten
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R_ace_R -
3. April 2025 um 07:55 -
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- Hardware, die beeindruckt (meistens)
- Dockingstation und Anschlüsse: Das volle Programm
- Controller: Magnetisch anziehend
- Der Preis: Atemberaubend, aber anders als erhofft
- Verfügbarkeit: Der übliche Vorbestellungswahnsinn
- Rückwärtskompatibilität: Mit kleinem Sternchen
- Fazit: Evolution statt Revolution – zu welchem Preis?
Hardware, die beeindruckt (meistens)
Die Nintendo Switch 2 präsentiert sich mit einem deutlich größeren 7,9-Zoll-Display, das in Full-HD auflöst, HDR unterstützt und – haltet euch fest – bis zu 120 Frames pro Sekunde darstellen kann. Für alle, die sich an gelegentlich ruckelnden Titeln auf der ersten Switch gestört haben, dürfte das ein Grund zum Jubeln sein. Allerdings setzt Nintendo weiterhin auf LCD-Technologie statt auf ein modernes OLED-Display. Vermutlich eine Kostenfrage, denn irgendwo muss ja gespart werden, wenn man gleichzeitig die Hardware-Leistung ordentlich aufbohren will. Dennoch ist das deutlich größere Display ein echter Kaufgrund und macht das mobile Zocken noch angenehmer.
Audiophile dürfen sich auf verbesserte Lautsprecher mit 3D-Audio-Unterstützung freuen. Die Hoffnung ist groß, dass Nintendo hier ähnlich beeindruckende Ergebnisse liefert wie Apple mit seinen Kopfhörern. Ein integriertes Mikrofon für Nintendos eigenen Game-Chat ist ebenfalls an Bord – ein mutiger Schritt nach Jahren des "Bitte-nutzt-doch-unsere-Smartphone-App-für-Voice-Chat"-Chaos. Ob sich Gamer tatsächlich von Discord und Co. verabschieden werden, bleibt abzuwarten. Die Nintendo Switch Online Mitgliedschaft wird für diese Funktion nach einer Einführungsphase übrigens Pflicht – natürlich, was sonst?
Mit 256 GB internem Speicher bietet die Switch 2 endlich genug Platz für eine ordentliche digitale Spielesammlung. Wer bisher ständig Speicherkarten jonglieren musste, kann aufatmen. Für Fans physischer Spiele ist es beruhigend zu sehen, dass Nintendo weiterhin auf Spielmodule setzt. So kann man seine Spiele bei Bedarf auch wieder verkaufen – was angesichts der neuen Preisgestaltung vermutlich häufiger vorkommen wird als bisher.
Dockingstation und Anschlüsse: Das volle Programm
Die neue Dockingstation wurde ebenfalls ordentlich aufgerüstet und kommt mit einem aktiven Kühlsystem sowie HDR10-Unterstützung daher. Der HDMI-Ausgang ermöglicht eine Ausgabe von bis zu 4K bei 60 Hz oder 1080p/1440p bei bis zu 120 Hz – ein deutlicher Sprung nach vorne im Vergleich zum Vorgänger. Mit zwei USB-C-Anschlüssen (einer oben, einer unten) ist die Konsole zudem flexibler geworden, was Ladestationen und Zubehör angeht.
Controller: Magnetisch anziehend
Ein echtes Highlight sind die neuen Joy-Con-Controller, die nun magnetisch mit der Konsole verbunden werden. Keine fummelige Schienenbefestigung mehr, einfach "klack" und fertig! Ob die magnetische Halterung auch bei wilden Mario Kart-Rennen oder hektischen Smash Bros.-Kämpfen zuverlässig hält, wird sich noch zeigen müssen. Besonders spannend klingt die neue Mausfunktionalität der Controller, die ganz neue Spielmechaniken ermöglichen könnte.
Die größeren Tasten und Analogsticks versprechen zudem ein komfortableres Spielgefühl – besonders für alle, deren Hände größer als die eines Kleinkindes sind (was bei den originalen Joy-Cons durchaus zum Problem werden konnte).
Der Preis: Atemberaubend, aber anders als erhofft
Kommen wir zum kniffligen Thema: dem Preis. Die Nintendo Switch 2 wird für 500 Euro auf den Markt kommen, inklusive einer digitalen Version des neuen Mario Kart World. An sich ein fairer Preis für moderne Konsolenhardware im Jahr 2025. Aber dann kommen die Spielepreise ins Spiel, und hier verschlägt es einem fast die Sprache: Das neue Mario Kart World soll als physisches Spiel unglaubliche 90 Euro kosten, während Donkey Kong mit 80 Euro zu Buche schlägt. Die digitalen Versionen sind zwar etwa 10 Euro günstiger, aber trotzdem – 90 Euro für ein Spiel? Da verschluckt man sich doch an seinem Pilzkopf-Cappuccino!
Zum Vergleich: Ja, auch PC- und PlayStation-Spiele sind in den letzten Jahren teurer geworden, aber Nintendo setzt hier eine neue Schmerzgrenze. Man kann nur hoffen, dass die Community nicht jeden Preis kritiklos akzeptiert, sonst werden wir bald dreistellige Beträge für Super Mario Bros. bezahlen dürfen. Nintendo hat schon immer seinen eigenen Weg in der Preisgestaltung beschritten, aber diesmal scheinen sie etwas zu enthusiastisch an der Preisschraube gedreht zu haben.
Verfügbarkeit: Der übliche Vorbestellungswahnsinn
Die Nintendo Switch 2 soll ab dem 5. Juni 2025 verfügbar sein – ein perfektes Datum für Sommerspielabende und Urlaubsreisen mit der neuen Konsole. Nintendo hat einen interessanten Weg für Vorbestellungen gewählt: Ausgewählte Mitglieder der Nintendo-Community haben bereits E-Mails mit exklusiven Vorbestellmöglichkeiten erhalten. Voraussetzung dafür: Man musste bis zum 31. März eine zweijährige Nintendo Switch Online Mitgliedschaft vorweisen, eine bestimmte Spielzeit nachweisen und den Newsletter abonniert haben.
Wer – wie unser Blogger – keine Werbemails von Nintendo abonniert hatte, geht zunächst leer aus. Glücklicherweise bieten Media Markt und Saturn ab heute die Konsole, Spiele und Zubehör in ihren Online-Shops an. Das Bundle mit Konsole und Mario Kart World ist dort für 500 Euro vorbestellbar, mit Lieferung zum Veröffentlichungstermin. Vermutlich werden die Vorbestellkontingente schneller vergriffen sein als frische Mettbrötchen am Montagmorgen – die typische Nintendo-Knappheit lässt grüßen!
Rückwärtskompatibilität: Mit kleinem Sternchen
Eine gute Nachricht für alle, die bereits eine umfangreiche Switch-Spielesammlung besitzen: Die neue Konsole ist grundsätzlich rückwärtskompatibel. Allerdings hat Nintendo angekündigt, dass nicht alle Spiele unterstützt werden – vermutlich solche, die spezielle Hardware benötigen, wie etwa Ring Fit Adventure. Ob die neuen Controller mit älteren Spielen kompatibel sein werden, die spezifische Joy-Con-Funktionen nutzen, bleibt abzuwarten.
Die neue GameShare-Funktion klingt dagegen vielversprechend: Offenbar wird es möglich sein, Spiele mit Freunden zu teilen. Details dazu sind noch spärlich, aber es könnte eine willkommene Funktion sein, um die teuren Spielepreise etwas abzufedern.
Fazit: Evolution statt Revolution – zu welchem Preis?
Die Nintendo Switch 2 bietet viele willkommene Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger: Ein größeres Display, mehr Leistung, besserer Sound und mehr Speicherplatz sind allesamt positive Entwicklungen. Die magnetischen Controller und die verbesserte Docking-Station sind ebenfalls clevere Weiterentwicklungen des bewährten Hybrid-Konzepts.
Die großen Fragezeichen bleiben jedoch beim Preis der Spiele und bei der tatsächlichen Performance der Konsole in anspruchsvollen Titeln. Wird Nintendo endlich mit der Konkurrenz in Sachen Grafikleistung mithalten können? Oder bleibt es bei der gewohnten Philosophie "Gameplay vor Grafik"?
Für Nintendo-Fans ist die Switch 2 vermutlich trotz des hohen Preises ein Pflichtkauf. Für Gelegenheitsspieler könnte der hohe Eintrittspreis plus teure Spiele jedoch abschreckend wirken. Vielleicht ist es keine schlechte Idee, zunächst abzuwarten, wie sich die Konsole nach dem Launch entwickelt – falls man es schafft, dem Hype zu widerstehen.
Eines ist jedoch sicher: Mit der Nintendo Switch 2 bleibt der japanische Konsolenhersteller seiner Linie treu – eigene Wege gehen, auf erfolgreichen Konzepten aufbauen und den Spielern immer wieder ein Lächeln (und gelegentlich einen leichten Seufzer beim Blick aufs Konto) ins Gesicht zaubern. Wir sind gespannt, ob sich das größere Display und die hoffentlich butterweiche Framerate letztendlich lohnen werden – auch wenn unser Geldbeutel das vermutlich etwas weniger enthusiastisch sieht.
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Über den Autor

Ich bin Chris, ein leidenschaftlicher Blogger, der gerne Geschichten aus Technik, Kultur und Alltag erzählt – immer mit einem Hauch Kreativität und Humor. Als IT-Administrator bringe ich fachliches Know-how ein, während meine Hobbys wie Fotografie, Drohnenfliegen und Naturerkundungen für vielseitige Perspektiven sorgen. Besonders liebe ich es, persönliche Erlebnisse und nostalgische Erinnerungen mit aktuellen Themen zu verbinden. Gemeinsam mit meiner Familie lebe ich in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern, und teile meine Sicht auf die Welt – mal nachdenklich, mal unterhaltsam, aber immer authentisch.
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